In der Werkstatt: So werden die Apple-Oldies fit fürs große Jubiläum

40. Geburtstag des Macintosh

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Axel arbeitet am Mac 128k von 1984
Vor der Ausstellung in Wismar prüft MacPomm-Cheftechniker Axel den Ur-Mac 128k auf Herz und Nieren.

Es ist wie bei jedem Geburtstag: Vor der Party kommt viel Arbeit! MacPomm, die Apple-Anwendergruppe im Norden, feiert am 24. Januar mit und im phanTECHNIKUM den 40. Geburtstag der Macintosh-Computer. Dafür werden der Jubilar, der Mac 128k von 1984, und seine „Kollegen“, die in Wismar von 10 bis 16 Uhr gezeigt werden, besonders fein herausgeputzt.

Unser Ziel ist es, alle Geräte im Fundus betriebsfähig zu bewahren und möglichst regelmäßig zu betreiben. Das ist angesichts der widrigen Umstände – unser Lager mussten wir wegen eines Wasserschadens von jetzt auf gleich räumen – gerade nicht ganz einfach. Hinzu kommt: Wer, wie wir „MacPommler“, das Ganze als Hobby betreibt, muss erst einmal die nötige Zeit neben Beruf und Familie finden…

Ein iMac G4 liegt während der Reparaturarbeiten auf einem Kissen.
Ein iMac G4 liegt während der Reparaturarbeiten auf einem Kissen.

Museums-Macs erhalten besondere Ausstattung

In den letzten Tagen und Wochen haben wir uns besonders viel Zeit genommen: Da sind neben dem Putzen die üblichen Pflegearbeiten wie das Ersetzen entladener PRAM-Batterien, ohne die manch’ ältere Semester wie der Performa 5400 schlicht den Dienst verweigern. Daneben haben wir einige Anpassungen erledigt, die dafür sorgen, dass unsere Exponate noch lange Zeit in Aktion bleiben können: Immer mehr Modelle mit G4-Prozessor, zum Beispiel der iMac, haben IDE-SSDs an Stelle der Festplatten erhalten. Sie beschleunigen die Mac-Senioren nicht nur ganz gehörig, sondern sind in Transport und Ausstellungseinsatz unempfindlicher als die zunehmend alternden Festplatten.

Bei den Modellen der G3-Reihe und noch früheren Generationen sind zudem mechanische Künste gefragt: CD- und DVD-Laufwerke klemmen und Diskettenlaufwerke brauchen gelegentlich ein Bad in Waschbenzin und anschließend etwas Öl, um sie vom unvermeidlichen Staub der Jahrzehnte zu befreien und wieder funktionsfähig zu machen. Lohn der Mühe: Wenn ein Macintosh Classic – Baujahr 1990 – wieder anstandslos seine originalen Systemdisketten „frisst“, haben wir alles richtig gemacht.

Ein Diskettenlaufwerk wird in Waschbenzin gebadet, um Staub und Schmutz zu lösen.
Ein Diskettenlaufwerk wird in Waschbenzin gebadet, um Staub und Schmutz zu lösen.

Besondere Macs am 24. Januar im phanTECHNIKUM Wismar entdecken

Auch das gehört zur Vorbereitung der Ausstellung: Mit welcher Software sollen die Geräte dem Publikum präsentiert werden? Schließlich geht es um Technikgeschichte zum Anfassen, die Besucher sollen also einen möglichst realistischen Eindruck davon mitnehmen, was seinerzeit mit dem Gerät möglich war. Welche Programme waren seinerzeit besonders populär? Haben wir die richtige Version im Bestand? Da ist Disziplin gefragt, denn eigentlich macht Tetris auf dem 512k so viel Spaß, dass man stundenlang weiter spielen – äh testen – könnte…

Hat sich die Mühe gelohnt? Entscheiden Sie selbst bei einem Besuch im phanTECHNIKUM in Wismar am 24. Janaur von 10 bis 16 Uhr. Für die Sonderausstellung im Technischen Landesmuseum von Mecklenburg-Vorpommern gelten die normalen Eintrittspreise: 10 Euro pro Person, ermäßigt 6 Euro. Familienkarten sind ab 18 Euro erhältlich. Während der Schau ist ein kleine Geburtstagsparty geplant, die voraussichtlich live im Internet übertragen wird. Bis es woeit ist, werft gerne einen Blick auf unsere Kampagne auf Instagram, wo wir jeden Tag ein historisches Mac-Modell vorstellen.

Axel von MacPomm arbeitet an einem iMac G3
Nicht nachmachen! An einem geöffneten iMac G3 testet MacPomm-Cheftechniker Axel, ob eine SSD erkannt wird.