Billige Alternative zum AirTag? Erster Blick auf den Maginon Smart Tag
AppleTalk@MacPomm
von Robert
Billige Alternative zum AirTag? Erster Blick auf den Maginon Smart Tag
Was leisten die Smart Tags von Maginon? Mit seinem Angebot hat Aldi für Schlagzeilen in der Apple-Gemeinschaft gesorgt. Denn für 29,99 Euro bekommt man gleich zwei Tracker – während Apple für sein Original 39 Euro pro Stück in Rechnung stellt.
Was liegt also näher, als einen praktischen Versuch zu unternehmen? Beim AppleTalk@MacPomm, dem virtuellen Stammtisch der Apple-Anwendergruppe im Norden, wurden dessen Ergebnisse diskutiert. Denn die Runde, die einmal im MOnat zusammenkommt, stand diesmal unter dem Motto „Apple günstig – Tipps zu Hard- und Software“.
Plastik-Optik, Fummelei mit Batterie
Die Mitarbeiter in der Filiale hatten offenbar gewisse Berührungsängste mit dem ungewöhnlichen Produkt – das Päckchen musste erst aus dem Lager geholt werden. Aus der Verpackung fallen zwei schwarze Plastik-Rhomben. Sie fühlen sich deutlich leichter an als die AirTag, doch offenbar spielt einem hier das Unterbewusstsein einen Streich, denn die Waage zeigt, dass der Unterschied ganze zwei Gramm beträgt. Neun Gramm wiegt ein Smart Tag; elf Gramm ein AirTag, der dank seiner metallenen Oberfläche „wertiger“ wirkt.
PlGanz real sind hingegen die Unterschiede bei der Inbetriebnahme: Die Folie unter der CR2032-Batterie des Smart Tags lässt sich nicht einfach herausziehen, sondern der Energiespeicher muss erst mit Hilfe einer Nadel aus der Halterung gepopelt werden, damit das gelingt. Die Konfiguration hingegen wirft keine Probleme auf. Ein Klick auf den Knopf und schon nimmt das iPhone über die „Wo ist“-App den Kontakt auf. Die Optionen unterscheiden sich nicht von denen des AirTags: Praktisch bei beiden, dass man die Funktion „Beim Zurücklassen benachbrichtigen“ so konfigurieren kann, dass bestimmte Orte ausgespart werden. Schließlich sollten der Autoschlüssel oder der Rucksack durchaus auch mal zuhause bleiben dürfen, ohne Alarm auszulösen.
Weniger genaue Ortung, Talking-Schutz
Doch wie schlägt sich der Smart Tag, wenn tatsächlich die Ortung gefragt ist? Apple verbaut einen speziellen Ultraweitband-Chip U1, der ab dem iPhone 11 eine Ortung des Objekts auf den Zentimeter ermöglicht. Diesen Komfort können die Smart Tags nicht bieten. Hier hilft nur nach einer Annäherung an das gesuchte Objekt den 75db lauten Buzzer zu bedienen, also einen Ton abzuspielen. Wichtig: Auch der Aldi-Nachbau verfügt über Stalking-Schutz. Er warnt also Personen, in deren Nähe er sich über längere Zeit befindet, so dass er nicht zu Überwachung missbraucht werden kann.
Allerdings schränkt dieser Schutz die Brauchbarkeit als Diebstahlschutz ein, denn inzwischen sind erste Scanner wie die App AirGuard veröffentlicht worden, mit denen Langfinger ihre Beute nach AirTags oder entsprechenden Nachbauten absuchen und die Tracker piepsen lassen können, um sie dann zu entfernen.
Was soll das Thema des nächsten AppleTalks@MacPomm sein? Vorschläge gern per E-Mail!